Kreide & Stifte
Kreide & Stifte
Einstieg ins Nähen: Bleistifte, Kreiden und Stifte
Als Näh-Anfängerin lerne ich jede Woche wieder etwas Neues. Welche Scheren ich brauche, was eine Webkante ist und welche Stoffe wofür geeignet sind, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Letzte Woche habe ich mich ans Zeichnen und Abpausen des Schnittmusters gemacht, mit dem ich loslegen möchte. Das Abpausen eines Schnittmusters scheint zunächst eine einfache Aufgabe zu sein. Trotzdem steckt mehr dahinter. Es beginnt damit, den richtigen Stift, Marker oder die richtige Kreide zu finden. Es gibt nämlich ziemlich viele verschiedene Optionen!
Kreide, Stift oder Marker?
Um ein Schnittmuster abzupausen und Markierungen anzubringen, kannst du verschiedene Kreiden, Stifte und Marker verwenden:
- Schneiderkreide
- Kreidestifte
- Druckbleistifte
- Permanente Marker
- Wasserlösliche Stifte
Zum Abpausen eines Schnittmusters auf Schnittmusterpapier ist es praktisch, einen guten Druckbleistift zu verwenden. Zum Übertragen eines Schnittmusters auf Stoff nimmst du am besten Kreide oder einen wasserlöslichen Stift. Einen permanenten Stift kannst du dafür auch verwenden, aber dann musst du darauf achten, dass du alle Stiftstriche wieder wegschneidest.
Schneiderkreide
Schneiderkreide wird wirklich nur beim Arbeiten mit Stoff verwendet. Auf der ganzen Welt wird sie von Nähenden genutzt, um Linien zu zeichnen, die angeben, wie ein Schnittmuster verläuft und wie geschnitten werden muss. Schneiderkreide wird schon seit dem 18. Jahrhundert verwendet. Bis heute sind sehr viele Nähende nach wie vor begeistert von Schneiderkreide. Schneiderkreide klopfst du ganz einfach aus dem Stoff. Außerdem ist sie auswaschbar.
Kreidestifte
Eine modernere Variante der Schneiderkreide sind die Kreidestifte. Kreidestifte liegen im Vergleich zur Schneiderkreide bequemer in der Hand. Viele Nähende erleben, dass sie leichter saubere Linien zeichnen können, wenn sie einen Kreidestift verwenden. Auch der Kreidestift ist auswaschbar. Du kannst auch das kleine Bürstchen am Stift verwenden, um die Kreide aus dem Stoff zu wischen.
Druckbleistifte
Wenn du ein Schnittmuster aus einem Buch oder einer Zeitschrift auf dein eigenes Schnittmusterpapier abpausen möchtest, ist es praktisch, einen Druckbleistift einzusetzen. Diese Stifte musst du nie anspitzen, und die Spitze ist immer rasiermesserscharf und ausgesprochen dünn. So zeichnest du dein Schnittmuster ganz einfach und schnell nach.
Permanente Marker
Ich war kurz erschrocken, als ich hörte, dass man beim Nähen auch permanente Marker verwenden wird. Wofür denn? Marker, die du nicht auswischen kannst, verwendest du zum Beispiel, um die Pflegehinweise deines Stoffes auf dem Stoff zu markieren. Eigentlich super praktisch! Achte aber darauf, dass du genau weißt, welcher Stift in deinem Nähkorb permanent ist. Denn den bekommst du wirklich nicht mehr aus deinem Stoff!
Wasserlösliche Stifte
Wasserlösliche Stifte sind im Moment ausgesprochen beliebt. Logisch auch, denn sie sind ausgesprochen einfach zu verwenden! Diese wasserlöslichen Stifte gibt es in verschiedenen Stärken. Mit ein paar Tropfen Wasser verschwindet ein Strich dieses Stifts wie Schnee in der Sonne. Aber Achtung! Wenn du einen Strich dieses wasserlöslichen Stifts mit einem Bügeleisen berührst, wird der Strich fixiert.
Markierstift mit Radierer
Zum Schluss der Markierstift mit Radierer. An der einen Seite dieses Stifts kannst du mit türkisfarbener Tinte zeichnen, und an der anderen Seite findest du einen Radierer, der die Tinte wieder auswischt. Dieser Stift ist ideal, wenn du nur einen kleinen Teil von dem auswischen möchtest, was du gezeichnet hast. Die Tinte ist außerdem wasserlöslich. Also ausgesprochen vielseitig und praktisch!