Eines der Nähutensilien, das oft übersehen wird, ist ein gutes Set Handnähnadeln. Dass deine Nähmaschine Nadeln braucht, um an deinem Projekt zu arbeiten, ist selbstverständlich. Aber dass du auch Handnähnadeln brauchst, hat mich enorm überrascht. Die Nähmaschine kann doch alles? Auch wenn das größtenteils stimmt, ist es trotzdem praktisch, ein Set guter Handnähnadeln in deinem Nähkorb zu haben. Welche? Das liest du in diesem Artikel.
Die verschiedenen Arten von Handnähnadeln
Handnähnadeln gibt es in allerlei Formen und Größen. Und obwohl all diese Nadeln einander ziemlich ähneln, hat doch jede ihre eigene Funktion. Die folgenden Nadeln werden am häufigsten verwendet:
- Handnadeln
- Nähnadeln
- Stopfnadeln
- Sticknadeln mit Spitze
- Sticknadeln ohne Spitze
- Ledernadeln
- Wollnadeln
- Blinde Nadeln
Handnadeln
Auch wenn der Name Handnadel eigentlich zu einem Sammelbegriff für alle Nadeln geworden ist, die wir mit der Hand verwenden, ist er ursprünglich der Name eines ganz bestimmten Nadeltyps. Handnadeln haben ein großes Öhr und gibt es in allerlei verschiedenen Längen. Die Spitze einer Handnadel ist immer rasiermesserscharf.
Nähnadeln
Nähnadeln sind fast genauso wie Handnadeln. Es gibt allerdings zwei große Unterschiede. Erstens haben Nähnadeln ein viel kleineres Öhr. Außerdem haben Nähnadeln in der Regel dieselbe Länge. Du verwendest Nähnadeln unter anderem zum Anbringen von Markierungen.
Stopfnadeln
Stopfnadeln sind sehr dick und haben ein ausgesprochen großes Öhr. Verwendet werden sie meist von Häkelnden und Strickenden. Stopfnadeln haben, anders als eine Wollnadel, eine scharfe Spitze.
Sticknadeln mit Spitze
Eine Sticknadel mit Spitze wird beim Veredeln eines Projekts verwendet. Möchtest du zum Beispiel ein schönes Motiv oder Design auf dein Projekt sticken? Dann verwendest du dafür die dickere Sticknadel. Diese Nadeln haben eine Spitze und können daher für jeden Stofftyp verwendet werden.
Sticknadeln ohne Spitze
Sticknadeln ohne Spitze werden im Allgemeinen nicht wirklich eingesetzt, wenn du an einem Nähmaschinenprojekt arbeitest. Trotzdem sind sie in dieser Übersicht unverzichtbar. Sticknadeln ohne Spitze werden beim Anfertigen von Kreuzstichprojekten verwendet. Weil der Stoff, auf dem bei Kreuzstichprojekten gestickt wird, Zwischenraum zwischen den einzelnen Fäden hat, musst du kein Loch in den Stoff stechen.
Ledernadeln
Wenn du schon einmal mit Leder gearbeitet hast, weißt du, wie steif und dick dieses Material ist. Leder kann außerdem schnell beschädigt werden. Deshalb haben Ledernadeln eine spezielle, dreieckige Spitze. Mit dieser Spitze stichst du ganz einfach durch Leder oder Kunstleder, ohne das Leder versehentlich zu beschädigen.
Wollnadeln
Die dicksten Nadeln sind die Nadeln, die speziell dafür gemacht sind, die Enden dicker Wollgarne zu vernähen. Wollnadeln haben ein großes Öhr und eine stumpfe Spitze. Also ideal für dicke Garne.
Blinde Nadeln
Zum Schluss die blinden Nadeln. Diese Nadeln sind etwas ganz Besonderes. Warum? Du kannst das Garn blind in das Öhr der Nadel einfädeln. Für viele Handwerkende ist es eine ganz schöne Herausforderung, den Faden durch das Öhr einer Nadel zu bekommen. Deshalb kamen blinde Nadeln einst auf den Markt. Du legst den Faden oben auf die Nadel und drückst ihn anschließend vorsichtig durch das „Dächlein“ der Nadel. Dein Garn fällt dann gewissermaßen ins Öhr. Großartig, oder?!